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 Unsere Wurzeln 

Krieg bricht aus, wenn wir kriegen wollen. Friede tritt ein, wenn wir Wohl wollen. Und geben…

Seit dem 24.2.2022, dem Auftakt zum Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine, ist unsere Welt, wie sie uns seit 1989 vertraut war, aus den Fugen: die vor 30 Jahren ermöglichte Öffnung des Eisernen Vorhangs mitten durch Europa hat ihre Gültigkeit verloren wie viele der daraus entstandenen Brückenbauten zwischen Ost und West.

Aber auch all die demokratischen Brücken innerhalb der europäischen Gesellschaften wanken – und – erschüttert durch die Klimakrise - unser aller Vertrauen in eine Zukunft für die menschliche Zivilisation.

Was können wir Menschen in einem Europa, das weiter an Bedeutung verliert, nun tun? Natürlich helfen – und das wohl lange Zeit. Unseren Beitrag für die klimatische Zukunft unserer Kinder und Enkel erhöhen. Und darüber hinaus: immer wieder an den Frieden erinnern, der mehr ist als das Ende des Krieges. Und ihn in uns selbst und unseren lokalen Nachbarschaften neu schaffen.

Hier wurzelt die Initiative der Friedensgärten.

Wozu Friedensgärten? 

  • weil wir uns in einer Epoche des Kriegs befinden – wir alle: in einem Wirtschaftskrieg, einem Sturmlauf an Manipulationen, inmitten sozialer Kämpfe im Netz und ökologischer Kampferklärungen an die Natur

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  • weil wie der Krieg auch der Frieden mehrere Facetten und Gestalten hat: neben dem politischen Frieden den ökonomischen, ökologischen, sozialen - und nicht zuletzt den Seelenfrieden

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  • weil es für Frieden mehr braucht als Sanktionen gegenüber Kriegstreibern und Verhandlungen zwischen Kriegsparteien: eine Kultur von Gewaltverzicht und Wohlwollen – und den Willen zur Behebung bisheriger Missstände

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  • weil naturnah gepflegte Gärten und Begegnungsräume solche Friedlichkeit und Veränderungsfähigkeit vermitteln, in Konflikten immerwährend neutral sind und natürliche Wachstumsgrenzen achten

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  • weil wir Menschen – je jünger umso mehr – in einer Zeit innerer Leere und äußerer Unruhen weites Land für Körper und Seele brauchen: einen Ruheraum für Reflexion und Orientierung an natürlichem Wachstum

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  • weil Gärten begreifbare Symbole sind: für die Reduktion auf das Wesentliche – gerade in Zeiten von durch Krieg erzwungenem und aus Klimagründen angebrachtem Verzicht

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  • weil sie Boten einer Natur sind, die letztlich nie gezähmt oder unterworfen werden kann. Gärten sprechen eine unaufdringliche Einladung zum Staunen aus, zum Erfahren von Verbundenheit und Heilung: sie vermitteln das lebendige Ganze. Auch wir erfahren dies, wenn wir im rauen Wind der Gegenwart ihr Gedeihen begleiten: mit Liebe, Sorgfalt und Behutsamkeit.

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